Nationalfeiertagsfeier im Zeichen der Nachwuchsmusik

Umjubelte Auftritte von Nachwuchstalenten zum Nationalfeiertag im Dom!Bei der diesjährigen Nationalfeiertagsfeier der Stadt Wiener Neustadt, am Abend des 25. Oktober, im Dom zu Wiener Neustadt, standen zwei Dinge im Mittelpunkt: einerseits die Glockenstühle des Doms, deren Generalsanierung derzeit in die Endphase geht und andererseits junge, musikalische Nachwuchstalente der Stadt und der Region, die in diesem Jahr Landes- und Bundespreise beim „prima la musica“-Wettbewerb errungen haben.

Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger verwies in seiner Festansprache auf die Bedeutung des Wiener Neustädter Doms: „Der Dom zu Wiener Neustadt ist für viele Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter Symbol ihres christlichen Glaubens. Gleichzeitig ist der Dom für Stadt und Land bestimmendes Wahrzeichen. Diese Nationalfeiertagsfeier soll daher weder die Kirche für einen staatlichen Feiertag vereinnahmen, noch sollen sich Nicht-christen ausgeschlossen fühlen.“

Schneeberger ging in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle Integrationsdebatte ein: „In unserer Stadt sind prinzipiell alle herzlich willkommen. Alle, die sich hier integrieren, unsere Sprache lernen, sich engagieren, unsere Kultur, unsere Werte sowie Traditionen akzeptieren und sich zu unserer Stadt bekennen. Aber ich orte auch ein großes Unbehagen aufgrund der vorhandenen Parallelgesellschaften. Um dieses Problem zu lösen, erfordert es ein Zugehen aufeinander und klare Spielregeln, die für alle gelten.“

Im zweiten Teil seiner Rede skizzierte der Bürgermeister die derzeit wichtigsten Projekte und Vorhaben seiner bunten Stadtregierung: „Die Budget-Sanierung ist und bleibt unser wichtigstes Projekt, weil wir nur mit gesunden Finanzen eine gute Zukunft garantieren können. Daneben vergessen wir aber nicht auf die Weiterentwicklung der Stadt und haben einige zukunftsträchtige Projekte wie den neuen Markt, die Landesausstellung oder das neue Hotel im Stadtpark auf Schiene gebracht. Dazu kommen die Sanierung der Herzog Leopold-Straße und viele andere Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt, sowie die beiden ganz großen Meilensteine MedAustron und die Fachhochschule in der ehemaligen Karmeliterkirche. Bei all

diesen Großprojekten vergessen wir jedoch auch auf die vielen kleinen Punkte nicht, wo die Menschen in der Stadt manchmal der Schuh drückt und bei denen es gilt, schnell und unbürokratisch bürgerfreundliche Lösungen zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch bei den Bediensteten der Stadtverwaltung bedanken, die tagtäglich hervorragende Arbeit leisten und uns unserem Ziel - die kundenfreundlichste Stadt Nieder-österreichs zu werden - ein wichtiges Stück näher bringen.“

Im Anschluss an die Festrede des Bürgermeisters standen junge Musikerinnen und Musiker aus der Region im Mittelpunkt des Geschehens, die in insgesamt sieben umjubelten Auftritten ihr musikalisches Können zum Besten gaben. Es handelte sich dabei um Preisträgerinnen und Preisträger des „prima la musica“-Landes- bzw. Bundeswettbewerbs.

Zwei Persönlichkeiten wurden vom Bürgermeister extra hervorgehoben und geehrt: Zum einen die achtjährige Soley Blümel, die nahezu direkt vom international bedeutsamen Klavierwettbewerb in Osaka (Japan), wo sie einen ersten Platz erreicht hat, zum Konzert gekommen ist. Und zum anderen Prof. Mag. Raoul Herget, der seit nunmehr 25 Jahren die Josef Matthias Hauer-Musikschule leitet.

Zur Sanierung der Glockenstühle

Ende des 19. Jahrhunderts brannten die beiden Türme des Doms völlig aus. Stiegenanlagen und Glockengerüst wurden danach mit einer Metallkonstruktion errichtet und seither kaum saniert. Bei einer Untersuchung wurden bedenkliche Rostschäden festgestellt, sodass eine gründliche Renovierung unumgänglich ist.

Dabei wurden sämtliche Glocken abgenommen und mit einem Mobilkran in die Propstei gebracht. Alle Anlagenteile (Stiegen, Glockenstuhl…) wurden ebenfalls demontiert, in eine Werkstätte gebracht, dort saniert und danach wieder eingebaut.

Als Abschluss wurden in den Fenstern der Türme Spezialschallläden montiert, um Wind und Wetter in Zukunft von den Anlagen fernzuhalten.

Die Gesamtkosten betragen rund 280.000,- Euro. Das Projekt wird von der Erzdiözese Wien, vom Land und vom Bund unterstützt. Die Dompfarre Wiener Neustadt muss aber zumindest einen Betrag von 80.000,- Euro selbst aufbringen.

Hierfür wurde auch ein Spendenkonto eingerichtet. Auf dem Konto IBAN: AT64 2026 7020 0004 1620, BIC: WINSATWNXXX, Verwendungszweck: Spende Dom, können auch Sie die Sanierung der Glockenstühle unterstützen.

Wiener Neustadt, am 27. Oktober 2016

 

 

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