Bibliotheken-Zusammenlegung und Straßenbau werden beschlossen

Zusammenlegung von Stadtbücherei und Fachhochschul-Bibliothek sowie Straßenbauprogramm 2017 werden beschlossen

Unterschiedlichste Themen werden den Wiener Neustädter Gemeinderat in den kommenden Wochen beschäftigen: Vom Grundsatzbeschluss über die geplante Zusammenlegung der städtischenBücherei mit der Fachhochschul-Bibliothek über das Straßenbauprogramm 2017 bis hin zu diversen Anschaffungen, unter anderem zusätzliche Radarstandorte.

  • Kooperation der Stadtbücherei mit der Fachhochschule/City Campus: Der Ausschuss für Fremdenverkehr, Kultur und Blaulichtorganisationen beschließt, dem Gemeinderat einen Antrag zur Genehmigung vorzulegen, wonach die Stadtbücherei und die Bibliothek der Fachhochschule am Standort Karmeliterkirche zusammengelegt werden sollen. Durch diese Kooperation würde der Bücherbestand für den Nutzer verdoppelt und die Öffnungszeiten verdreifacht – die zentrale Lage, die moderne Ausstattung sowie die größere Nutzfläche sind ebenfalls entscheidende Vorteile. „Durch die Zusammenführung der beiden Büchereien können wir in Zukunft ein viel breiteres Angebot zur Verfügung stellen. Auch diese Maßnahme dient dazu, die Fachhochschule im Herzen der Stadt zu verankern, sodass Wiener Neustadt auch zur gefühlten Studentenstadt wird“, freut sich Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger.
  • Straßenbauprogramm 2017: Das Straßenbauprogramm 2017 mit budgetierten Gesamtbaukosten von 1,8 Millionen Euro wird grundsätzlich genehmigt. Gleichzeitig wird die Vergabe von Lieferungen und Leistungen für Sanierungs- bzw. Neuherstellungsarbeiten sowie verkehrstechnische Umbauten an die Firma Lang & Menhofer in der Größenordnung von rund 993.600 Euro beschlossen. „Das Straßenbauprogramm 2017 steht unter vollkommen anderen Vorzeichen als die Straßenbauprogramme der vergangenen Jahre. Durch den strikten Budgetkurs ist es uns nämlich gelungen, das Straßenbauprogramm aus dem ordentlichen Haushalt zu bedecken“, informiert Vizebürgermeister Dr. Christian Stocker.

 Folgende Straßenbauarbeiten sind für das Jahr 2017 vorgesehen:

· Am kleinen Lazarett - Hans Beirer-Gasse Richtung Lidl - kompletter Straßenneubau

· Mairegasse - verkehrstechnischer Umbau - Straßenrückbau

· Puchberger Straße B26 (STBA 4) - Einbindung Fischelgasse - Deckensanierung

· Ungargasse B53 (STBA 4) - diverse Nebenanlagen (Busbuchten, Radwege)

· Radweg Wiener Straße B17 - Josef Mohr-Gasse bis Prof. Dr. Stephan Koren-Straße

· Breitenauer Gasse - Lachtengasse bis Krickelgasse - kompletter Straßenneubau

· Tulpengasse - verkehrstechnischer Umbau - kompletter Neubau der Nebenanlagen

· Pottendorfer Straße - Kreuzungsbereich mit Stadionstraße - Deckensanierung

· Viktor Lang-Straße - Neubau des Radweges und der Zufahrt

· Franz Liszt-Gasse - Richard Wagner-G. bis Franz Lehar-G. - kompletter Straßenneubau

· Michael Stern-Gasse - kompletter Straßenneubau

· Gehsteigherstellungen - Sanierungen und Wiederherstellungen im gesamten Stadtgebiet

· Randleistensanierung - Granitleisten im gesamten Stadtgebiet

· Fugenverguss - Fugensanierung im gesamten Stadtgebiet

· Diverses - Straßen, Radwege und verkehrstechnische Umbauten kleineren Umfangs

  • Diverse Ankäufe: Darüber hinaus sollen für diverse Anschaffungen – wie zum Beispiel den Ankauf einer Kleinkehrmaschine, eines Pritschenwagens sowie für Lampen, Lichtmasten, Kabel und Elektroinstallationsmaterial für die Straßenbeleuchtung – rund 378.000 Euro beschlossen werden. „Trotz aller Sparzwänge versuchen wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Bürgerinnen und Bürgern ein perfektes Service zu bieten. Dabei achten wir darauf, möglichst viele Aufträge in der Region zu vergeben, damit die regionale Wirtschaft profitiert. Mein Dank gilt unserem Team vom Saubertelefon, wo rasch und unbürokratisch die Anliegen ‚vor der Haustüre‘ erledigt werden“, so Baustadtrat DI Franz Dinhobl.
  • Nachrüsten von drei Radar-Standorten: Um die Straßensicherheit zu erhöhen, sollen drei Radar-Standorte in der Fliegergasse, am Flugfeldgürtel und in der Badener Straße nachgerüstet werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 32.900 Euro. Die Arbeiten werden an die Firma Puchegger GmbH sowie an die Jenoptik Robot GmbH vergeben. „Immer wieder melden sich Anrainerinnen und Anrainer mit der Bitte bei uns, die Tempokontrollen zu verstärken. Die Nachrüstung dieser Standorte ist einer der unternommenen Schritte, um diesem Wunsch gerecht zu werden, ohne dabei Autofahrerinnen und Autofahrer zu schikanieren. Ich bedanke mich auch bei der Exekutive für die gute Zusammenarbeit“, so Sicherheitsstadtrat LAbg. Udo Landbauer.
  • Externe Beratungskosten im Projekt VRV 2015: Im Herbst 2015 wurde mit bundesgesetzlicher Regelung die Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV 2015) erlassen. Dies bedeutet für Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern eine Umstellung der bisherigen Einnahmen- und Ausgabenrechnung hin zu einer Drei-Komponentenrechnung mit Vermögungs-, Ertrags- und Finanzierungshaushalt ab dem Finanzjahr 2019. Um den Voranschlag 2019 bereits in der neuen gesetzlichen Regelung darstellen zu können, bedarf es innerhalb der Vorbereitungsarbeiten externer Beratung, die nun in der Größenordnung von maximal 40.000 Euro beauftragt werden sollen.

Wiener Neustadt, am 10. Februar 2017

 

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