Corona: Antworten auf die häufigsten Fragen

Die wichtigsten Infos für Wiener Neustadt

Wer versorgt mich, wenn ich in Quarantäne muss? Kann ich mich vorsorglich testen lassen? Und sind Öffis noch sicher? Magistratsdirektor Markus Biffl beantwortet häufig gestellte Fragen rund um das Coronavirus.

Magistratsdirektor Markus Biffl

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2: Ein Thema – viele Herausforderungen und vor allem viele Fragen. In der Stadt Wiener Neustadt berät ein eigens einberufener Einsatzstab derzeit täglich zur aktuellen Lage und den notwendigen Maßnahmen.

Als Magistratsdirektor ist Markus Biffl Teil dieses Stabes – im Interview gibt er nun Antworten auf die häufigsten Fragen.

Muss man sich bei Symptomen bei einer öffentlichen Stelle melden und wenn ja, wo? Soll man sich vorsorglich testen lassen?
Bei Symptomen immer Meldung bei der Hotline 1450. Testungen erfolgen dann in Absprache mit den Medizinern durch das Landesklinikum Mödling. Vorsorgliche Testungen sind nicht möglich.

Wie macht die Stadt den öffentlichen Vekehr sicher und sind hier Einschränkungen zu befürchten?
Die Stadt hat die Reinigungsintervalle der Busse massiv erhöht und führt nun täglich intensive Reinigungen und Desinfektionen in allen Fahrzeugen durch. Nach der Schließung der Schulen werden die morgendlichen Schüler-Verstärkerfahrten der Busse eingestellt bzw. reduziert. Weitere Maßnahmen sind derzeit nicht geplant.

Gibt es medizinische Versorgung für Leute die daheim in Quarantäne sind? Und wie funktioniert die Versorgung? Kann man sich so kurzfristig zum Beispiel für Essen auf Rädern anmelden?
Heimquarantäne-Personen sind in der Regel gesund, erst nach einem positivem Test wird medizinische Versorgung notwendig, die bei normalem Verlauf ebenfalls zu Hause passiert. Die Versorgung mit Lebensmitteln muss „kontaktlos“ ablaufen, das heißt, dass jemand die Einkäufe vor die Türe stellt. „Essen auf Rädern“ ist für kurzfristige Buchungen vorbereitet, allerdings in erster Linie für Seniorinnen und Senioren. Allen anderen kann man aber – bei Bedarf – Unterstützung beim Einkauf o.ä. anbieten.

Darf man jemanden im Spital besuchen? Ist das Landesklinikum WN auf Ernstfälle vorbereitet und gibt es genügend Kapazitäten?
Nein, Besuche in Spitälern und Pflegeheimen sind ab 13. März bis auf weiteres untersagt, um die Risiken zu minimieren. Corona-Erkrankte werden derzeit im Landesklinikum Mödling betreut. Erst bei weiterer Ausbreitung würden auch im Landesklinikum Wiener Neustadt Aufnahmen passieren. Dafür ist das Klinikum vorbereitet.

Soll/darf man noch Lokale besuchen, oder die Sonntagsmesse? Was macht ein Gastronom mit mehr als 100 Gästeplätzen? Haben Abendlokale/Bars weiterhin geöffnet?
Grundsätzlich gilt: Größere Menschenansammlungen sind zu vermeiden und die sozialen Kontakte sollten generell auf ein Minimum und das Notwendigste reduziert werden. Die Stadt hat all ihre Veranstaltungen (unabhängig von der erwarteten Besucheranzahl) bis 3. April abgesagt und appelliert auch an alle privaten Veranstalter, dies ebenso zu tun. Wenn die Gästeanzahl unter 100 Personen liegt, dann obliegt es dem Veranstalter/Gastronomen/Verein, ob er die Veranstaltung durchführt oder das Lokal offen hält. Wir hoffen auf die Vernunft der Gastronomen und Veranstalter, hier im Sinne des Ganzen zu agieren bzw. auch auf die Menschen, dass sie derartige Besuche generell einstellen.

Ab Montag, 16. März, müssen Gastronomiebetriebe ab 15 Uhr schließen, Bars, Discotheken und dgl. bleiben zu. Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung nötig sind, bleiben ebenfalls zu. Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Tankstellen, Banken, Tiergeschäfte, etc. sind davon natürlich nicht betroffen. Diese Maßnahmen sollen vorerst einmal für eine Woche gelten.

Kann sich mein Haustier (Hund, Freigängerkatze) anstecken?
Es sind keine Fälle von Ansteckungen zwischen Hunden, Katzen und Menschen bzw. umgekehrt bekannt.

Alle Infos zu den Maßnahmen gibt es hier!

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