Das Gesundheitsamt der Stadt Wiener Neustadt

Das Gesundheitsamt der Stadt ist in erster Linie in der Vorsorgemedizin ein ganz wichtiger Partner in Gesundheitsfragen. Neben den Impfungen ist da in erster Linie die Rolle bei der Tuberkulosebekämpfung und -prävention zu nennen.

Amtsärztliche Untersuchungen

Die Ausstellung eines amtsärztlichen Gesundheitszeugnisses erfolgt immer auf Vorschrift einer gesetzlichen Grundlage.

Vorgangsweise:

  • Ansuchen um amtsärztliche Untersuchung, gerichtet an den Magistrat der Stadt Wiener Neustadt, Gesundheitsamt, Neuklosterplatz 1
  • EUR 14,30 Bundesabgabe
  • EUR 3,30 Verwaltungsabgabe
  • Ein Lichtbildausweis, ist bei der Untersuchung vorzulegen
  • Die Terminvergabe für die Untersuchung erfolgt nach dem Einlangen des Ansuchens, bzw. kann auch telefonisch vereinbart werden.

Ansuchen um ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis

Impfungen

Für alle Impfungen können Informationen auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit nachgelesen werden.
www.bmgf.gv.at

Folgende Impfungen werden nach telefonischer Terminvereinbarung am Gesundheitsamt angeboten:

  • FSME
  • Influenza und Pneumokokken
  • Gelbfieber (Informationen für Tropenreisende: www.crm.de)
  • Masern-Mumps-Röteln - Alle Personen, die noch nicht zweimal diese Impfung erhalten haben, können diese kostenlos am Gesundheitsamt erhalten.

Impfordination für mitgebrachte Impfstoffe aus der Apotheke: für Aktionsimpfungen wie FSME oder Grippe 10,- Euro, für andere Impfungen 15,- Euro

Einverständniserklärung für Impfungen: www.bmgf.gv.at

Schulimpfungen:

  • Folgende Impfstoffe sind nur für Kinder von 6 – 15 Jahren am Gesundheitsamt gratis erhältlich:
  • Hepatitis B
  • Humane-Papillom-Viren
  • Masern-Mumps-Röteln
  • Meningokokken
  • Tetanus-Diphterie-Keuchhusten-Kinderlähmung

Einverständniserklärung für Schulimpfungen: www.bmgf.gv.at

Tuberkuloseuntersuchung und -beratung

Das Gesundheitsamt der Stadt Wiener Neustadt ist gleichzeitig auch Untersuchungs- und Beratungsstelle für die Tuberkulose.

Röntgenbetrieb jeden Montag und Donnerstag von 8 - 11:30 Uhr und jeden Dienstag von 8 - 11:30 Uhr sowie von 13 - 16:30 Uhr. Zusätzlich zur allgemeinen Email-Adresse erreichen Sie die TBC-Stelle auch unter tbc-stelle@wiener-neustadt.at.

In der TBC-Stelle werden folgende Agenden wahrgenommen:

  • Betreuung und Überwachung Tuberkuloseerkrankter
  • Durchführung von Umgebungsuntersuchungen nach Kontakt mit Tuberkulosekranken
  • Durchführung von Reihenuntersuchungen nach dem TBC-Gesetz
  • Tuberkulintests nach MENDEL-MANTOUX - Termin nach Vereinbarung

Vorzeitiger Mutterschutz

Eine vorzeitige Freistellung nach § 3 Abs 3 Mutterschutzgesetz ist ab Ende der 15. Schwangerschaftswoche möglich. Voraussetzung für eine vorzeitige Freistellung ist ein ernsthaftes gesundheitliches Problem im Zusammenhang mit der Schwangerschaft z. B.

  • starke Blutarmut
  • drohende Frühgeburt
  • frühere Schwangerschaft mit Spätabort oder Frühgeburt
  • schwer einstellbarer insulinpflichtiger Diabetes mellitus
  • Kongenitale Fehlbildungen
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Zustand nach Organtransplantation der Mutter
  • Plazenta prävia totalis bzw. partialis ab der 20. Schwangerschaftswoche
  • EPH-Gestose
  • Einblutungen mit klinischer Symptomatik
  • Vorzeitige Wehen
  • Zustand nach Konisation
  • Thromboembolisches Geschehen
  • Uterusfehlbildung
  • Wachstumsretardierung mit nachgewiesener Mangelversorgung des Feten
  • Zervixlänge unter 25 mm oder Cerclage in der laufenden Schwangerschaft

Die Freistellung erfolgt durch den behandelnden Gynäkologen!

Sollte eine Freistellung aus anderen Gründen erforderlich sein oder gibt es spezielle Fragestellungen, ist das Gesundheitsamt zuständig.

In diesen Fällen sind folgende unterlagen mitzubringen:

  • Ein aktueller gynäkologischer Facharztbefund mit Namen, Geburtsdatum und Wohnadresse der Patientin
  • Mutter-Kind-Pass
  • Name und Anschrift des Dienstgebers

Der Antrag auf Freistellung ist umgehend zu stellen, spätestens am darauffolgenden Werktag. Eine Nachdatierung ist nicht möglich.

Sterbefall zu Hause

Bei einem Sterbefall zu Hause ist in Österreich die Durchführung einer ärztlichen Totenbeschau Pflicht. Dabei wird der Eintritt des Todes durch den Totenbeschauarzt festgestellt und die Todesursache ermittelt.

Tritt ein Sterbefall zu Hause ein, verständigen Sie bitte ein Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl. Der Totenbeschauarzt wird von der Bestattung verständigt. Während der Amtszeiten des Gesundheitsamtes kann der Totenbeschauarzt direkt am Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02622 / 373 – 743 erreicht werden.

Urnenbestattung außerhalb des Friedhofes

Ausnahmebewilligung gemäß § 17 Abs.2 NÖ Bestattungsgesetz

Wollen Sie die Urne mit den Aschenresten ihres Verstorbenen zu Hause, also außerhalb des Friedhofes bestatten, ist ein Ansuchen an den Geschäftsbereich III, das Gesundheitsamt des Magistrates erforderlich.

Das Ansuchen kann persönlich am Gesundheitsamt gestellt, oder über eine Bestattung eingebracht werden.

Das Ansuchen muss enthalten:

  • Name, Adresse und Telefonnummer des Antragstellers bzw. an welcher Adresse die Urne aufbewahrt wird
  • Verwandtschaftsverhältnis zum Verstorbenen
  • Name, Geburtsdatum und Sterbedatum des Verstorbenen
  • Genauer Aufbewahrungsort der Urne

Von der Bezirksverwaltungsbehörde wird ein Bescheid ausgestellt. Für diesen Bescheid sind Euro 275,30 an Gebühren zu entrichten. Eine Kopie des Bescheides muss unmittelbar bei der Urne aufbewahrt werden.

Wird die Urne an eine andere Adresse umgesiedelt, ist das Gesundheitsamt zu verständigen. Es sind dann keine weiteren Gebühren zu entrichten.

Ansuchen um Urnenbeisetzung

Ansuchen um Urnenbeisetzung (9,0 kb)

Suchtmittel-Agenden

Drogenberatung: www.bmgf.gv.at

Substitutionstherapie

Die Ausstellung eines Substitutionsrezeptes erfolgt beim niedergelassenen, zur Substitution berechtigten Arztes. Das Rezept, sowie Abgabeänderungen oder Mitgaben werden am Gesundheitsamt vom Amtsarzt während der Amtszeiten bestätigt. Erst dann kann eine Abholung des Medikamentes in der Apotheke erfolgen.

Untersuchung von Sexdienstleisterinnen

Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung von Sexdienstleisterinnen (BGBL. 198/2015; BGBL. 728/1993 idgF) sind vor Aufnahme der Tätigkeit eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung verpflichtend. Die Durchführung dieser Untersuchung und Beratung erfolgt nach telefonischer Terminvereinbarung am Gesundheitsamt.

In Abständen von 6 Wochen ist eine amtsärztliche Kontrolluntersuchung vorzunehmen. Die Durchführung der Abstrichuntersuchung (alle 6 Wochen) und der Blutuntersuchung (alle 12 Wochen) erfolgen ebenfalls am Gesundheitsamt. Die Untersuchungen werden in einem Ausweis bestätigt.

Für die Ausstellung eines Ausweises sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Lichtbildausweis
  • 1 Passfoto
  • Lungenröntgen, wird nach Möglichkeit gleich am Gesundheitsamt kostenlos durchgeführt

Sie sind verpflichtet das Gesundheitsamt von einem Wechsel des Ortes der Ausübung der Tätigkeit zu informieren.

Informationen für SexdienstleisterInnen finden sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit unter www.bmgf.gv.at

Giftbezugsbescheinigung nach dem Chemikaliengesetz

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