„Das war 2020 in Wiener Neustadt“: "Bloody Crown" und "Bösendorfer Festival" in den Kasematten

„Die Stadt als Festung“, Friedrich von Thun und Karl Markovics, Tonkünstler und Instrumentalisten

Die Stadt Wiener Neustadt blickt im Dezember auf das Jahr 2020 zurück und präsentiert bis Weihnachten Jahresrückblicke in verschiedenen Bereichen. Heute: Die Kasematten, die nach der NÖ Landesausstellung erstmals als Veranstaltungszentrum genutzt wurden und trotz Corona einige Highlights zu bieten hatten.

Am 18. und 19. Jänner starteten die Kasematten mit Tagen der offenen Tür erfolgreich in das Jahr 2020. 3.500 Besucherinnen und Besucher fanden an den zwei Tagen den Weg in das neue Veranstaltungs-, Kultur- und Kongresszentrum – Musik, Tanz, Vorträge, Theater und Filmvorführungen gaben einen Ausblick auf die für 2020 geplanten Veranstaltungen, die ein großartiges Kulturjahr versprachen.

Doch auch hier machten die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown im Frühjahr einen Strich durch die Rechnung. Das „BLOODY CROWN Festival“ feierte mit dem Königsdrama „König Johann“ am 5. März zwar noch Premiere, musste dann aber nach nur einer Aufführung abgebrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Auch der für 17. April geplante Start der Abo-Konzerte der Wiener Neustädter Instrumentalisten in den Kasematten konnte nicht über die Bühne gehen.

Als großes Highlight nach dem Lockdown im Frühjahr konnte schließlich am 4. Juli die Dauerausstellung „Die Stadt als Festung“ eröffnet werden. Die multimediale Schau führt Besucherinnen und Besucher zurück in eine Zeit, als Wiener Neustadt schwer umkämpft war und macht deutlich, wie die Kasematten und die vorgelagerte Bastion über die Jahrhunderte zum Schutz der Stadt und ihrer Menschen ausgebaut und verändert wurden.

Anfang September war es dann soweit: Nach der corona-bedingten Unterbrechung im März setzte die Compagnie wortwiege unter der künstlerischen Leitung von Anna Maria Krassnigg das „BLOODY CROWN Festival“ in den Kasematten ab 9. September fort. An 16 Spieltagen wurden insgesamt 24 Vorstellungen von „König Johann“ und „Die Königin ist tot“ gezeigt und 12 Dialogveranstaltungen mit internationalen Gästen abgehalten. Die erste Spielzeit der wortwiege erreichte dabei eine Auslastung von fast 90 Prozent und führte zu dem Entschluss, das Festival auch im nächsten Jahr in den Kasematten stattfinden zu lassen.

Nach Promo-Konzerten von McDonalds mit „Alle Achtung“, „Josh“ und den „Nockis“ fand am 2. Oktober das erste Abo-Konzert der Wiener Neustädter Instrumentalisten in den Kasematten statt. Unter dem Titel „Eine kleine Nachtmusik“ widmete sich das Ensemble unter Dirigent Michael Salamon ganz Wolfgang Amadeus Mozart und begeisterte das Publikum mit dessen Werken.

Am 17. Oktober erwiesen das Tonkünstler Orchester Niederösterreich und Dirigent Azis Sadikovic der Wiener Klassik ihre Ehrerbietung, bevor am 19. Oktober schließlich der langersehnte Auftakt des „Bösendorfer Festival“ unter der Intendanz von Star-Pianist Florian Krumpöck stattfinden konnte. Krumpöck am Klavier und Schauspieler Friedrich von Thun luden dabei zu einer „Pilgerfahrt zu Beethoven“,  Karl Markovics‘ Rezitationen aus „Novecento“ wurden von Bela Koreny am Klavier begleitet. Beide Termine sorgten beim Publikum für Begeisterungsstürme und machten – auch wenn die weiteren für das Jahr 2020 geplanten Veranstaltungen erneut abgesagt werden mussten – Lust auf die weiteren Events der einzigartigen Veranstaltungsreihe.

„Dass wir uns den kulturellen Neustart nach der NÖ Landesausstellung ganz anders vorgestellt haben, ist kein Geheimnis – gerade für die bauhistorisch einzigartigen Kasematten hatten wir zahlreiche hochkarätige Veranstaltungs- und Konzertreihen geplant, durch die wir Wiener Neustadt als kultur-touristischen Hotspot in Niederösterreich etablieren wollten. Durch die Corona-Pandemie kam schließlich alles anders – und dennoch ist es uns gelungen, dass wir am Ende dieses herausfordernden Jahres nun auf großartige Veranstaltungen zurückblicken können. Unter strenger Einhaltung aller geltenden Bestimmungen konnten wir im Herbst sowohl das  BLOODY CROWN Festival als auch das Bösendorfer Festival austragen, bei denen wir ebenso wie bei den Konzerten der Instrumentalisten und der Tonkünstler ganz erfreuliche Besucherzahlen zu verzeichnen hatten. Das Jahr 2020 war damit rückblickend ein ungewöhnliches, aber dennoch erfolgreiches Jahr für unsere Kasematten. Wir bedanken uns bei allen, die dazu beigetragen haben, dass wir trotz Corona einige wunderbare Stunden dort erleben durften und freuen uns auf die Fortsetzung der Veranstaltungsreihen im Jahr 2021“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger und Kulturstadtrat Franz Piribauer. 

Weitere Veranstaltungen in den Kasematten im Jahr 2020

Auch abseits der Kultur wurden die Kasematten in diesem Jahr als Veranstaltungs- und Kongresszentrum genutzt, unter anderem für:

  • „Wir bleiben in Bewegung“ – Kurzworkshops mit Tischtennis-Weltmeister Werner Schlager (22. Jänner)
  • „Vagina Monologe“ – Benefizlesung (11. Februar)
  • Empfang nach der Konstituierenden Sitzung des Gemeinderates (21. Februar)
  • Charity-Ball der „Wir Frauen“ (24. Februar)
  • Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurochirurgie (9. bis 11. Oktober)
  • Gemeinderatssitzungen (25. Mai, 29. Juni, 21. September, 9. November)

Alle weiteren Infos zu Veranstaltungen sowie zu den Räumlichkeiten finden Sie auch auf www.kasematten-wn.at.

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