Auszeichnung für 116 Hektar Natur pur in Wiener Neustadt

So ökologisch und ressourenschonend arbeitet unsere Abteilung Grünraum

Umwelt und Ressourcen schonen, die Artenvielfalt erhalten und Menschen und Tieren gesunden Lebensraum bieten: Diesen Zielen hat sich die Abteilung Grünraum schon vor Jahren voll und ganz verschrieben und wurde für ihr Engagement jetzt bereits zum 4. Mal mit dem „Goldenen Igel" der Initiative „Natur im Garten" ausgezeichnet. Was ökologisches Arbeiten im großen Stil einer Stadt bedeutet, das erklärt der neue Grünraum-Leiter Florian Fux hier.

Hier entsteht eine Blumenwiese! Grünraum-Leiter Florian Fux präsentiert eines der neuen Projekte im Stadtpark

Der Verzicht auf Pestizide, mineralische Dünger und Torf, sowie die Schonung der Ressourcen: Das sind im wesentlichen die Kriterien für ökologisches Gärtnern und in Wiener Neustadt bereits seit Jahren gängige Praxis. Doch kann das für eine große Stadt funktionieren? „Ja!", sagt Florian Fux, der neue Leiter der Abteilung Grünraum, der sich mit aktuell 58 Mitarbeitern um 116 Hektar Grünflächen in der Stadt kümmert. Hier erklärt er wie.

Stichwort „Unkraut“: Zupfen statt spritzen, ist hier die Devise und das ist natürlich mit einem Mehraufwand an Arbeit verbunden. Die Vorteile liegen aber klar auf der Hand: „Die Artenvielfalt an Insekten und Pflanzen bleibt dadurch erhalten." Und: „Wir müssen beginnen, die sogenannten Unkräuter mehr als Beikräuter zu sehen und zu akzeptieren. Natur ist nicht steril. Wir forcieren jetzt auch noch mehr Projekte wie Blumenwiesen, zum Beispiel bei der Straßenbegrünung. Die sind weniger pflegeintensiv und wichtiger Lebensraum."

Bei der Düngung bedeutet der Verzicht auf mineralische Substanzen und Torf, dass man auf vorhandene Ressourcen zurückgreift. So werden derzeit etwa die Mäher auf Mulchschneidewerke umgerüstet, denn damit wird das Schnittgut automatisch zum Dünger. Das funktioniert im kleinen Garten genauso, wie auf den großen Flächen der Stadt. „Für die Blumenbeete verwenden wir Komposterde made in Wiener Neustadt, die wird auf der Abfallbehandlungsanlage produziert", erklärt Florian Fux. Ein Tipp für alle Hobbygärtner: Die Komposterde mit dem Qualitätsmerkmal A+ kann man auch in Haushaltsmengen beziehen – alle Infos zu Öffnungszeiten, Produkten und Serviceleistungen der Abfallbehandlungsanlage gibt's hier.

Mulchen schont übrigens auch die Ressourcen: „Man braucht weniger Wasser und wir ersparen uns den Abtransport. Baum- und Strauchschnitt wird von uns selbst gehäckselt und ebenfalls als Mulch verwendet", so Florian Fux, der die Leitung der Abteilung Grünraum mit Anfang März übernommen hat. Zuvor war er stellvertretender Leiter der historischen Gärten und botanischen Sammlungen der österreichischen Bundesgärten.

Die Stadt Wiener Neustadt erstreckt sich übrigens über eine Fläche von 61 Quadratkilometern, davon sind 36,4 Quadratkilometer als Grünland gewidmet, das sind 59,67 Prozent. Damit ist Wiener Neustadt eine der grünsten Städte des Landes!

Mehr Infos zu „Natur im Garten" gibt es im Internet unter naturimgarten.at!

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