"Ökonomische Bedeutung der Stadt"

Studienpräsentation in den Kasematten im Rahmen des STEP WN 2030+

Am gestrigen Montag fand in den Wiener Neustädter Kasematten die Präsentation der Studie "Die ökonomische Bedeutung der Stadt Wiener Neustadt" von Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein statt, die im Rahmen des Stadtentwicklungsplans STEP WN2030+ durchgeführt und in den Kasematten von einem namhaften Podium bestehend aus Bürgermeister Klaus Schneeberger AKNÖ-Vizepräsident Horst Pammer, WKO-Vizepräsident Christian Moser und Martina Höllbacher von der Wissenschaftsabteilung des Landes diskutiert wurde.

Bild (Stadt Wiener Neustadt/Weller, v.l.n.r.): AKNÖ-Vizepräsident Horst Pammer, Martina Höllbacher (Wissenschaftsabteilung des Landes), Bürgermeister Klaus Schneeberger, WKO-Vizepräsident Christian Moser und Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein.

"Zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik macht Wiener Neustadt zum attraktiven Standort für Unternehmen. Über die Jahrhunderte haben sich die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort natürlich stark verändert – in unserem Stadtentwicklungsplan setzen wir im Rahmen des Handlungsfeldes ‚Impulse für den Wirtschaftsstandort‘ deshalb zeitgemäße, neue Impulse. Zur Grundlagenerhebung haben wir dabei eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse wir nun präsentieren konnten und die ein durchaus erfreuliches Bild von der ökonomischen Bedeutung der Stadt Wiener Neustadt zeichnen. Die Ergebnisse werden nun in die weitere Arbeit im Rahmen des Stadtentwicklungsplans einfließen. Mithilfe kluger Maßnahmen der örtlichen Raumordnung sollen bestehende Betriebe in ihrer Entwicklung unterstützt und frühzeitig Flächen für Erweiterungen oder Neuansiedlungen ins Auge gefasst werden – dies nach dem Prinzip des Flächenrecyclings und der Mobilisierung bestehender Potenziale, um Wachstum und Fortschritt ressourcenschonend zu ermöglichen“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger.

Die Ergebnisse der Studie (Auszug):

  • Wirtschaftsleistung von Wiener Neustadt: 1,95 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung; in Wiener Neustadt mehr Bruttowertschöpfung als der gesamte niederösterreichische Tourismus; überproportionale Bruttowertschöpfung: Anteil an NÖ Bevölkerung 2,7%, Anteil an NÖ Wertschöpfung 3,8%
  • 4.526 aktive Betriebsstandorte im Jahr 2021 (+36% in den Jahren 2011-2021); Anteil der Selbstständigen zwischen 2011 und 2021 um knapp ein Drittel gewachsen (+386 Selbstständige).
  • Arbeitsplatzangebot 2009-2019 stärker gestiegen als in Vergleichsregionen – im 1. Krisenjahr sank Beschäftigung weniger stark als im Vergleich zu Niederösterreich und wirkte damit krisendämpfend für die Region.
  • Bevölkerungsentwicklung: Wiener Neustadt ist überdurchschnittlich "jung"; Geburtenbilanz im Untersuchungszeitraum (seit 2002) immer wieder positiv und damit im starken Kontrast zu Niederösterreich.
  • Tourismus: Steigerung der Nächtigungsentwicklung 2000-2019: +237,7%
  • Technopol Wiener Neustadt: Beschäftigungsanteil in Forschung & Entwicklung um Faktor 4,5 höher als in Niederösterreich; treibt Veränderung der Branchenstruktur vor Ort maßgeblich voran; generiert durch angesiedelte
    Ausbildungs-/Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen Einkommen und Wertschöpfung; wirkt positiv auf Standortattraktivität des Bezirks; löst Dynamik von Unternehmensgründungen aus.
  • Ökonomischer Fußabdruck: Mit jedem Euro, der 2021 über den Finanzierungshaushalt ausgegeben wurde, ist eine Wertschöpfung von 0,94 Euro in Gesamtösterreich verbunden – davon
    allein in Niederösterreich 0,80 Euro; Ausgaben der Stadt Wiener Neustadt sichern Beschäftigungsverhältnisse für 2.994 Personen in Österreich bzw. 2.748 Personen in Niederösterreich.

Weitere Infos: www.stadtfuersleben.at

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