Tag des Brotes: Wir besuchen die Bäckerei Kustor

Seit 1910 werden in diesem Traditionsunternehmer Brot und Semmeln von Hand gemacht. Seit 1970 passiert das in der Bahngasse.

Wie eine Wundertüte, mit vielen kleinen Überraschungen. Das ist die Bäckerei Kustor in der Bahngasse. Die Produktpalette ist groß und reicht von Brot und Gebäck, Obst und Gemüse bis in zu Getränken und Milchprodukten...

Bäckermeisterin Andrea Kempf

... und für die gute Jause gibt’s auch noch hausgemachte Aufstriche, Käse, Wurst, Grammeln und noch vieles mehr. Nicht zu vergessen die köstlichen Mehlspeisen, die nach traditionellen Rezepten gebacken werden und das Kaffeeangebot, wobei der Coffee ,,to go“ zurzeit der Renner ist! Auf Wunsch wird werktags übrigens auch ausgeliefert. Im integrierten Café mit Imbiss kann man auch gleich vor Ort gemütlich jausnen und genießen.

In der Bäckerei Kustor wird noch im Haus gebacken

„Ich wollte schon immer Bäcker werden – ich bin mit der Bäckerei aufgewachsen und habe sogar die Lehre hier in diesem Haus absolviert!“, erzählt Fritz Kempf, der den Traditionsbetrieb bereits in der dritten Generation führt.

Fritz Kempf, Inhaber und Bäckermeister

Lange Tradition mit viel Geschichte

Am 1. Februar 1910 wird die Bäckerei von Ludwig Kustor in der Neunkirchner Straße 24 gegründet. 1945 übersiedelt der Betrieb dann in die Bahngasse 20 und nach Ludwig Kustor übernimmt Tochter Henriette das Zepter. Der Name Kustor wird auch nach der Hochzeit von Henriette beibehalten.

Die dritte Kustor-Generation – von 1970 bis zur Gegenwart

Fritz Kempf, der Sohn von Henriette Kempf, leitet das Familienunternehmen seit 1970. Er ist nicht nur in diesem Haus aufgewachsen, sondern hat hier auch nach der Handelsschule die Bäckerlehre bei seiner Mutter absolviert. Für ihn stand schon sehr früh fest, dass er in die Fußstapfen seiner Mutter treten wird. Es gibt keinen Tag (Sonn- und Feiertage ausgenommen), an dem Fritz Kempf nicht selbst in der Bäckerei mit anpackt. An´s Aufhören denkt er noch lange nicht! „Die vierte Generation muss schon noch ein bisserl warten“, sagt er schmunzelnd.  

Langjährige Gäste und prominente Kunden

„Eine 80j-ährige Kundin hat mir erzählt, dass sie schon seit der Schulzeit hier her zum Einkaufen kommt“, berichtet der Chef. Auf die Frage nach prominenter Kundschaft lächelt er und sagt: „Es haben schon so viele namhafte Kunden bei uns eingekauft, dass ich gar nicht mehr alle weiß. Früher haben sogar die Gräfin Nostitz und die Baronin Morawitzky ihr Teegebäck bei uns gekauft. Auch Uwe Kröger und Karl Merkatz sind bei uns schon ein- und ausgegangen!“

Tradition im Einklang mit moderner Technik

Das gesamte Backsortiment wird im Haus erzeugt. Trotz des Einsatzes von modernen Maschinen, werden alle Brotlaibe noch mit der Hand geknetet und geformt. Das Motto lautet: Der Kustor bäckts und machts von Hand, die Qualität ist anerkannt. Sehr glücklich ist Fritz Kempf darüber, dass seine Schwiegertochter Andrea, Bäckermeisterin mit Leib und Seele, in der Backstube mitarbeitet und dass auch zwei Enkelkinder bereits den Lehrberuf des Bäckers ins Auge gefasst haben. Die nächsten Generationen der Bäckerei Kustor stehen damit schon in den Startlöchern!

Die Bäckerei Kustor früher

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