80 Jahre Zweite Republik: Wiener Neustadt feiert mit Flaggenparade und Gedenken

Gemeinsames Zeichen für Verantwortung und Zusammenhalt

Mit einer Flaggenparade und einem Festakt gedachten die Theresianische Militärakademie und die Stadt Wiener Neustadt des 80-jährigen Bestehens der Zweiten Republik Österreich. Gemeinsam mit Einsatzorganisationen sowie dem Privilegierten uniformierten Bürgerkorps wurde ein starkes Zeichen des Gedenkens und der Verantwortung gesetzt.

„Die Republik Österreich ist nicht vom Himmel gefallen – sie wurde errungen, aufgebaut und muss täglich bewahrt werden. Wiener Neustadt ist ein Spiegel dieses Weges. Unsere Stadt war tief verwoben mit den Verbrechen des NS-Regimes. Das ist Teil unserer Geschichte und es ist unsere Verantwortung, das nicht zu verschweigen“, betonte Bürgermeister Klaus Schneeberger in seiner Rede.

Dabei hob er auch die veränderte Rolle des Bundesheeres in der Gegenwart hervor: „Heute steht das Bundesheer in unserer Stadt für Frieden, für Sicherheit und für internationale Zusammenarbeit. Die Theresianische Militärakademie und das Jagdkommando tragen dazu bei, dass Wiener Neustadt international wahrgenommen wird – als Ort des Könnens, der Exzellenz, des modernen Selbstverständnisses unserer Republik“, so Schneeberger weiter.

Die Veranstaltung diente nicht nur dem Rückblick, sondern wurde auch mit einem Appell an die Gegenwart verknüpft. So rief man auch aktuelle Herausforderungen in Erinnerung – und die Wege, wie ihnen begegnet werden soll. Als „Stadt fürs Leben“ investiere man unter anderem in Bildung, Kultur, Sicherheit und forciere das Miteinander auf allen Ebenen.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Militärmusik Burgenland und der Stadtmusikkapelle Wiener Neustadt. Für das leibliche Wohl sorgte die traditionelle Gulaschkanone – ein Zeichen des gelebten Miteinanders.

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