Gedenktafel für Künstler Florian Jakowitsch
An ehemaligem Wohnort und Atelier enthüllt
Für sein Schaffen erhielt er unter anderem das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich sowie den Kulturpreis und das Ehrenzeichen der Stadt Wiener Neustadt.
„Mit der Gedenktafel für Prof. Florian Jakowitsch‘ ehren wir einen besonderen Ort von einem besonderen Wiener Neustädter. Jakowitsch hat Zeit seines Lebens in der Föhrenwaldgasse gelebt und gewirkt. Sein künstlerisches Schaffen machte ihn international bekannt, vor allem seine Glasfensterkunst, sein bildnerisches Werk und seine Sgraffitos. Trotz dieser Bekanntheit, war Wiener Neustadt immer sein Heimathafen. Jakowitsch hat in unserer Stadt und besonders mit seinen Künsten in den Wiener Neustädter Pfarren Spuren hinterlassen, durch die er in seiner Heimatstadt präsent bleibt“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger und Kulturstadtrat Franz Piribauer.
Professor Florian Jakowitsch wurde 1923 in Wiener Neustadt geboren. Nach einer Lehre als Metallflugzeugbauer bewarb er sich an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Es folgte ein Studium bei Anton Kollig in Stuttgart, eine Ausbildung für Glasfenstergestaltung, Graffiti, Malerei und Bildhauerei sowie die Teilnahme an der von Oskar Kokoschka geleiteten Schule des Sehens. Von 1964 bis 1985 war er als Kunsterzieher tätig. Jakowitsch ist bis heute weit über die Region hinaus bekannt. Er wirkte in Österreich, Deutschland und Frankreich. Er gestaltete Fastentücher für Wiener Neustädter Kirchen, die Kreuzwegbilder für die Flugfeldpfarre St. Anton, die Altarwand mit Glasfenster in der Pfarre Herz Mariä, das Glasfenster in der Kapelle am Städtischen Friedhof, sowie unzählige Sgraffitos.
Für sein Schaffen erhielt Florian Jakowitsch das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, die Goldene Ehrenmedaille des Landesverbandes der NÖ Kunstvereine, den Kulturpreis des Landes Niederösterreich sowie den Kulturpreis und das Ehrenzeichen der Stadt Wiener Neustadt. Florian Jakowitsch starb am 4. Juli 2020.