Ausstellung „Markus Prachensky – Ein Malerleben in Rot“ in St. Peter an der Sperr

Stadt Wiener Neustadt präsentiert gemeinsam mit der Sammlung Werner Trenker von 5. September bis 2. November monumentale Ausstellung im Museum St. Peter an der Sperr

Von 5. September bis 2. November läuft mit der umfassenden Werkschau „Markus Prachensky – Ein Malerleben in Rot“ im Museum St. Peter an der Sperr das nächste kulturelle Highlight der Stadt Wiener Neustadt. Die Ausstellung widmet sich dem malerischen Gesamtwerk eines der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Informel und erfüllt die sakrale Architektur des ehemaligen Klosters mit kraftvoller Expressivität.

Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger und Kulturstadtrat Mag. Franz Piribauer zeigen sich begeistert: „Es ist uns eine große Freude, diese ganz besondere Ausstellung eines besonderen Künstlers in Wiener Neustadt präsentieren zu dürfen. Nach Ernst Fuchs, Hermann Nitsch und Paul Rotterdam ist die Schau von Markus Prachensky ein weiterer Höhepunkt in unserer Kulturstadt. Unser besonderer Dank gilt Werner Trenker, der die Werke aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung gestellt hat.“

 

Kunstsammler Werner Trenker: „Als Sammler lebe ich mit Kunst, die mich anspricht und die mich bewegt. Prachenskys Malerei zieht aber nicht nur mich, sondern Menschen jeden Alters in ihren Bann. Sie wirkt unmittelbar und lässt den Betrachter an ihrem Entstehungsprozess teilhaben. Die künstlerische Karriere von Prachensky begann in den 1950er-Jahren mit großer Unterstützung von Monsignore Otto Mauer in der Galerie St. Stephan und findet einen kraftvollen Akkord in einer gotischen Kirche in Wiener Neustadt.“

 

Über Markus Prachensky und seine Werke

Der 1932 in Innsbruck geborene und 2011 in Wien verstorbene Markus Prachensky zählt zu den zentralen Figuren der österreichischen Nachkriegskunst. Als Gründungsmitglied der St. Stephan-Gruppe rund um Monsignore Otto Mauer stellte er gemeinsam mit Künstlern wie Arnulf Rainer, Josef Mikl und Wolfgang Hollegha 1957 in der Wiener Secession aus und prägte das Ausstellungsprogramm der Galerie St. Stephan maßgeblich.

 

In Wiener Neustadt entfalten sich nun seine charakteristischen abstrakt-expressionistischen Bildwelten in einem eindrucksvollen Spannungsfeld mit der gotischen Raumarchitektur. Besonders präsent ist Prachenskys markantes Farbvokabular: Ein flammendes Rot dominiert weite Teile der Ausstellung und zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk.

 

Zu sehen sind unter anderem frühe konstruktive Werke der 1950er-Jahre wie Komposition Rot auf Grau, ausdrucksstarke Arbeiten der Rouge sur Noir-Serie, lyrische Skripturalität aus den 1960er-Jahren und großformatige Werke aus dem Senatus Consultum-Zyklus von 2005, der in der Apsis der Kirche monumental zur Geltung kommt. Mit Werken wie Battaglia di San Romano (2010) bezieht sich Prachensky in seinen späten Schaffensphasen bewusst auf die europäische Kunstgeschichte und nimmt etwa Bezug auf Paolo Uccellos Schlachtenbilder der Frührenaissance.

 

Die Ausstellung bietet einen atmosphärischen und zugleich kunsthistorisch tiefgehenden Einblick in ein Werk, das trotz seiner internationalen Offenheit immer fest in der europäischen Kulturtradition verankert blieb. Die Werke stammen aus der Sammlung Werner Trenker und dem Nachlass von Brigitte Prachensky. Werner Trenker und Sonja Zsolnai-Kasztler haben sich mit besonderer Leidenschaft der Bewahrung und Vermittlung von Prachenskys künstlerischem Kosmos verschrieben.

 

Kuratiert wird die Ausstellung von Barbara Steininger-Wetzlmair und Florian Steininger.

 

Markus Prachensky – Ein Malerleben in Rot

Museum St. Peter an der Sperr, Johannes von Nepomuk-Platz 1, 2700 Wiener Neustadt

Dauer: 5. September bis 2. November 2025

weitere Infos: www.museum-wn.at

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