Umbau des Alten Rathauses startet

Übersiedlungen der Abteilungen in Übergangsquartiere

Das Zukunftsprojekt „Umbau und Modernisierung des Alten Rathauses Wiener Neustadt“ startet derzeit mit den Übersiedlungen der verschiedenen Abteilungen in die Übergangsquartiere. Bis Anfang März wird das Alte Rathaus leer sein und die Bauarbeiten können beginnen. Die Übergangsquartiere der Stadtverwaltung bis zum Ende der Bauarbeiten sind in der Bräunlichgasse 1 (ehemalige HLM/BAfEP), der Adlergasse (ehemaliges „Hypo-Haus“), der Herzog-Leopold-Straße (Stadtgalerie) und im Neuen Rathaus. Der Umbau des Alten Rathaus soll im Frühjahr 2028 abgeschlossen sein.

„Die Modernisierung des Alten Rathauses ist ein ganz wesentliches Zukunftsprojekt unserer Stadt. Es geht dabei einerseits um die Sicherung eines der wichtigsten Denkmäler Wiener Neustadts mit einer über 600-jährigen Geschichte, zweitens schaffen wir damit die Rahmenbedingungen für ein zeitgemäßes und barrierefreies Bürgerservice für alle Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter – und drittens bekommen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter endlich passende Arbeitsbedingungen für ihre so wichtigen Tätigkeiten im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. Um all dies zu schaffen, müssen wir in den nächsten beiden Jahren gemeinsam hart arbeiten und auch gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen. Wir haben aber ein Konzept geschaffen, mit dem ich überzeugt bin, dass sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gut umgehen können“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger.

 

Konzept & Zeitplan der Übersiedlungen

Generell gibt es während des Rathaus-Umbaus folgende Übergangsquartiere:

  • Übergangsquartier Bräunlichgasse 1 (ehem. HLM/BAfEP)
  • Übergangsquartier Adlergasse (ehem. Hypo-Haus)
  • Neues Rathaus
  • Übergangsquartier Stadtgalerie/Herzog-Leopold-Straße

 

Abteilungen im Übergangsquartier Bräunlichgasse:

  • Portier
  • Baudirektion
  • Strafen & Exekutionen
  • Finanzverwaltung
  • Personalmanagement
  • Sport
  • Kontrollamt
  • Integration
  • Personalvertretung & Pensionisten
  • politische Büros (Vizebürgermeister, Stadträte, Klubzimmer)

 

Abteilung im Übergangsquartier Adlergasse:

  • Flächenmanagement & Geoinformation

 

Abteilungen im Neuen Rathaus – zusätzlich NEU:

  • Ersatzportier
  • Büro des Bürgermeisters
  • Kommunikation
  • Magistratsdirektion
  • Trauungen finden ebenfalls im Neuen Rathaus statt – Möglichkeit zur Buchung von Außentrauungen an anderen Orten (zb. Bürgermeistergarten, Pavillon Stadtpark, Sparkassensaal, Lokale, private Gärten, etc.) besteht natürlich

 

Abteilung im Übergangsquartier Stadtgalerie/Herzog-Leopold-Straße:

  • Infopoint (Tourismus, Leistungen vom bisherigen Infopoint Altes Rathaus)

 

Übersiedlungszeitplan:

-> 7. - 13.1. 2026 - Übersiedlung Archive

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-> 14.1.: Übersiedlung Flächenmanagement/Geoinformation in die Adlergasse

-> 15.1.: Übersiedlung Baudirektion in die Bräunlichgasse

-> 16.1.: Übersiedlung Straf- & Exekutionsrecht in die Bräunlichgasse

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-> 26. - 30.1.: Übersiedlung politische Büros in die Bräunlichgasse

 

-> 9. - 11.2.: Übersiedlung Finanzverwaltung in die Bräunlichgasse

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-> 12./13.2.: Übersiedlung Personalmanagement in die Bräunlichgasse

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-> 16.2.: Übersiedlung Sport & Personalvertretung in die Bräunlichgasse

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-> 17.2.: Übersiedlung Integration, Kontrollamt & Pensionisten in die Bräunlichgasse

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-> ab 23.2.: Übersiedlung Magistratsdirektion, Büro des Bürgermeisters & Kommunikation ins Neue Rathaus

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-> Ende Februar: Infopoint & Portiere in die Bräunlichgasse, ins Neue Rathaus und in die Herzog Leopold-Straße

 

Ab Anfang März ist das Alte Rathaus somit LEER und bereit für die Umbauarbeiten, die Schritt für Schritt ab diesem Zeitpunkt beginnen werden.

 

Weitere Informationen

  • In der Zeit von 9. bis 13. Februar gibt es keinen Parteienverkehr im Alten Rathaus.
  • Im Alten Rathaus arbeiten derzeit 66 Personen.
  • Wenn alle Abteilungen übersiedelt sind, sind die Parteienverkehrszeiten in den einzelnen Übergangsquartieren wie bislang.
  • Das Übersiedlungsprojekt wird von der Firma „Lang Moving“ in Zusammenarbeit mit dem Magistrat durchgeführt. Das Unternehmen hat große Erfahrung mit derartigen Projekten – zum Beispiel die Übersiedlung des Parlaments in Wien in den letzten Jahren.
  • Der Umbau des Alten Rathauses umfasst die komplette Haustechnik, alle Räumlichkeiten, Gänge, etc. Neben der Modernisierung der Räume und der Technik steht die Barrierefreiheit im Zentrum der Arbeiten. So werden unter anderem auch Aufzüge eingebaut.
  • Der Umbau ist mit rund 20 Millionen Euro veranschlagt und soll im Frühjahr 2028 abgeschlossen sein.

 

Samstag, 14. März – noch einmal das Alte Rathaus besuchen

Am Samstag, dem 14. März, lädt Bürgermeister Klaus Schneeberger die Bevölkerung ein, noch ein letztes Mal das „alte“ Alte Rathaus zu besuchen. Im Zuge eines Tages der offenen Tür wird es bautechnische Führungen durch das dann leere Gebäude mit Stadtbaudirektor Manfred Korzil sowie eine kleine Ausstellung über die Historie des Gebäudes geben. Außerdem wird der Bürgermeister die Gäste persönlich empfangen. Der Tag der offenen Tür läuft von 10 bis 13 Uhr.

 

Zur Geschichte des Alten Rathauses

Wiener Neustadt war, wie andere landesfürstliche Städte auch, unter den ersten Städten der österreichischen Länder, die über ein Rathaus verfügten: Die erste urkundliche Erwähnung des Alten Rathauses fällt in das Jahr 1401. Mitte des 15. Jahrhunderts hat der Rat sich im Haus Hauptplatz Nr. 1 getroffen, welches damals auch Sitz des Gerichts war. Jedoch hatte das Gericht später im Haus Hauptplatz Nr. 3 seinen Sitz. Mitte des 16. Jahrhunderts startete die Umgestaltung des gotischen Rathauses, im Zuge dessen wurde auch der heute südöstlich situierte Rathausturm errichtet. Die Arbeiten am Gebäude zogen sich bis ins 17. Jahrhundert. Von den damals errichteten, prächtigen Stuckaturen existiert heute lediglich der aus dem Jahr 1615 datierende Stuck-Plafond des Vorsaales. Kurze Zeit tauschten Rathaus und Gericht in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts den Standort: Das Rathaus war im Haus Hauptplatz Nr. 3 untergebracht, das Gericht im Haus Hauptplatz Nr. 1. Mit der Magistratsreform wurde der Hauptplatz Nr. 1 der Sitz des Rathauses und des reformierten Stadtgerichts. Das Haus Hauptplatz Nr. 3 wurde verkauft. Beim Brand 1834 erlitt das Rathaus schwere Schäden.

 

Die zunehmende Platznot im 19. Jahrhundert führte nicht zu einem Rathaus-Neubau wie andernorts – dies scheiterte letztlich an den finanziellen Mitteln. Die Stadt nutzte die Möglichkeit zum Kauf der Nachbarhäuser: 1893 konnte die Stadt von der Wiener Neustädter Sparkasse das Haus Hauptplatz Nr. 2 für eine symbolische Krone erwerben; 1914 verkaufte Altbürgermeister Franz Kammann der Stadt das Haus Hauptplatz Nr. 3 für 212.000 Kronen. Im Zuge der Renovierung des Rathauses 1936/37 tauchten mittelalterliche Wappensteine auf, welche man an der Fassade des Hauses Hauptplatz Nr. 1 anbrachte – ebenso Wappen, welche von Mitte des 19. Jahrhunderts abgetragenen Stadttoren stammten. Das Haus Hauptplatz Nr. 3 erhielt Sgraffitos von bedeutenden Persönlichkeiten, die der Bildhauer Prof. Hans Vonmetz schuf.

 

Das Neue Rathaus entstand auf dem Areal der alten Bezirkshauptmannschaft in der Neuklostergasse nach dem 2005 beginnenden Abriss. Im Jänner 2007 nahm das Bürogebäude den Betrieb auf.

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